Klassen 5 - 10
Klassenstufen 5/6:
Die SchülerInnen bringen z.T. Kenntnisse aus der Grundschule mit. Daran wollen wir direkt und zeitnah anknüpfen. Die SchülerInnen interessieren sich in diesem Alter sehr für Ernährung. Sie sind neugierig und arbeiten gerne handlungsorientiert. Sie gestalten ein gemeinsames Frühstück und üben, ein gesundes Pausenbrot und Getränk mitzubringen.
Klassenstufe 7:
Ernährungserziehung wird aus Klasse 5/6 durch den Klassenlehrer fortgeführt. Zusätzlich wird das Thema „Ernährung“ im Biologieunterricht weitergeführt: Hier geht es um die Zusammensetzung von Nahrungsmitteln und um die Beurteilung dieser Nahrungsmittel im Hinblick auf eine ausgewogene Ernährung. Die Bedeutung des Frühstücks und des Schulvespers hinsichtlich der Leistungen in der Schule wird besonders hervorgehoben.
Außerdem gibt es seit dem Schuljahr 2010 / 2011 ein so genanntes „Gesundheitsprojekt“:
Mit der Leiterin des ZEBRAS (Schüler-Mittagstisch der „Evangelische Jugend Stuttgart“, Wilhelmstr.10 in Bad Cannstatt), Frau Schlör, hat das Johannes-Kepler-Gymnasium ein Kooperationsprojekt zum Thema Gesundheitsförderung entwickelt. Im Rahmen des Biologieunterrichts wird die Bildungsplaneinheit „Ernährung“ durch folgende Themen an praktischen Beispielen&xnbsp;und mit verschiedenen Versuchen vertieft:
- Zucker in Speisen und Getränken
- Bedeutung von Obst
- Weg der Nahrung durch den Körper
- Nährwertgehalt von Döner
Dieses Projekt wird pro Termin mit der Hälfte der Klasse durchgeführt. Die andere Hälfte hat jeweils Biologieunterricht. Als Projektabschluss findet eine Exkursion statt. Dabei sollen die Schüler/innen an einem konkreten Fast-Food-Objekt, z.B. Döner, erfahren, wie viele Kalorien darin enthalten sind. Damit diese errechnete Zahl kein theoretisches Wissen bleibt, errechnen die Schüler/innen die Kilometerzahl, die erforderlich ist, um diese verspeisten Kalorien wieder abzutrainieren. Dies erfolgt praxisnah in einem „Kalorien-Vernichtungs-Joggen“ entlang des Neckars.
Eine schriftliche Bewertung dieses Gesundheitsprojekts von Frau Schlör vom ZEBRA durch eine Klasse 7 ergab sehr gute Rückmeldungen, die zeigen, dass den Schüler/innen zum einen die Bedeutung ausgewogenen Ernährung bewusst gemacht werden konnte und zum anderen, dass diese Erkenntnisse in äußerst angenehmer Atmosphäre vermittelt werden konnten und das gesamte Projekt viel Spaß gemacht hat. Da dieser Schul-Versuch im Schuljahr 2010 / 2011 so positiv verlaufen ist, haben wir uns entschlossen, dieses Gesundheitsprojekt in diesem Schuljahr mit allen Klassen 7 durchzuführen.
Im Rahmen der Gesundheitserziehung gibt es am JKG in dieser Klassenstufe zusätzlich zum Ernährungsprojekt ein Projekt zur Prävention von Sucht und Drogen. Dabei erfolgt seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Stuttgart, Dezernat für Betäubungsmittelkriminalität. Die SchülerInnen werden im Rahmen des Unterrichts von der Referentin Frau Widmann über die gesundheitlichen Gefahren von Sucht und Drogen informiert, wobei auch viele Fragen der SchülerInnen beantwortet werden. Mit einer Spezialbrille, die den Zustand mit 0,8 Promille vortäuscht, wird in einem Schülerversuch veranschaulicht, wie falsch die Einschätzungen und Handlungen nach Alkoholgenuss sind. Außerdem werden die Folgen des Konsums von Cannabisprodukten und von Ecstasy- Tabletten erläutert. Die Demonstration eines so genannten „Drogenkoffers“ mit Exponaten ist für die SchülerInnen besonders interessant und abschreckend zugleich. Alle Eltern der gesamten Klassenstufe 7 werden in einem Informationsabend von der Referentin Frau Widmann zum Teil mithilfe von Kurzfilmen über die Ursachen von Sucht und die Folgen von Drogenkonsum aufgeklärt. Insbesondere über das Internet erfolgt heutzutage die Beschaffung illegaler Drogen. Es wurden Beratungsstellen genannt, wo Rat suchende Eltern Hilfe erhalten können. Auch hier werden im so genannten „Drogenkoffer“ das Aussehen und der Geruch der wichtigsten illegalen Drogen vorgestellt.
Klassenstufe 10
Als letztes Modul im Rahmen des Gesundheits-Curriculums am JKG&xnbsp;schließt sich nach den Projekten „Ernährungserziehung“ und „Drogenprävention“ das&xnbsp; „Erste Hilfe-Projekt“ an, das in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst jedes Jahr für die Klassenstufe 10 in der letzten Schulwoche durchgeführt wird. Nach meinen Erfahrungen macht dieser zweitägige, kostenreduzierte Kurs den SchülerInnen viel Spaß und sie freuen sich darüber, dass sie die erhaltene Bescheinigung für ihren Führerschein verwenden können. Erste-Hilfe-Maßnahmen, die während des Biologie-Unterrichts aus Zeitmangel nicht vermittelt werden können, werden mithilfe dieses externen Anbieters auf elegante Weise den SchülerInnen nahe gebracht.
Stuttgart-Bad Cannstatt