Wiedergabe von Textstellen
Werden beim Verfassen eines Textes fremde Gedanken angeführt, so sind sie zu kennzeichnen, insbesondere wenn diese Texte vorliegen und daraus 'abgeschrieben' = zitiert wird. Zwar sind viele Gedanken irgendwann und irgendwo schon einmal gedacht worden, hier muss man nicht mühsam nach einer Fundstelle suchen, doch sollte man beim Abfassen eines eigenen Textes entliehene Stellen kennzeichnen, sie können ja auch als Beleg für die eigene Ansicht herangezogen werden. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die eingesetzt werden können.
Bei einem allgemeinen Hinweis reicht es, wenn der Autor oder die ungefähre Fundstelle genannt werden : z.B. im dritten Akt des Dramas Maria Stuart lässt Schiller die gegensätzlichen Charaktere aufeinander prallen.
Bei der Paraphrase wird ein Textausschnitt in eigenen Worten, aber eng an den Text angelehnt, wiedergegeben: z.B. David gerät sehr in Zorn über den Reichen (Z. 11). Hier empfiehlt es sich, die direkte Quelle anzugeben, insbesondere wenn die Paraphrase näher ausgelegt werden soll. Der Vorteil dieser Wiedergabeart liegt darin, dass die Textstelle stilistisch genau in eigene Gedanken 'eingepasst' werden kann.
Die indirekte Rede wird auch zur genauen Wiedergabe eingesetzt: z.B. Nathan eröffnet David, dass er der Mann sei (Achtung: Konj. I). Auch hier kann stilistisch der entliehene Gedanke flüssiger in die eigenen Formulierungen eingepasst werden. Die indirekte und vor allen Dingen die direkte Rede wird verwendet, wenn man präzise eine Textstelle ausweisen will, weil sie inhaltlich so wichtig für die eigene Argumentation ist oder weil die genaue Formulierung Ausgangspunkt für weitere Schlussfolgerungen ist. Z.B. "So spricht der Herr: Siehe, ich will Unheil über dich kommen lassen aus deinem eigenen Haus." (Z. 24/25, Hervorhebung durch den Verfasser). Der Eingriff in das Zitat hier die Unterstreichung wird durch die Klammer ausgewiesen. Wenn man Satzausschnitte zitiert, passen sie z.T. grammatikalisch nicht in den eigenen Satz. Wenn hier Veränderungen vorgenommen werden, müssen sie auch gekennzeichnet werden. Z.B..... er brachte "zu dem reichen Mann ein[en] Gast". Eckige Klammern gelten allgemein als Hinzufügung, runde Klammern als Auslassung, z.B. "der Arme hatte nichts als ein einziges (...) Schäflein ...".
Am Ende eine Textes, Referates werden alle benutzten Quelle mit der Nennung von Autor/Herausgeben, Titel, Erscheinungsort und -jahr, evt, ausgewiesenes Kapitel aufgeführt. Hierbei kann man eine alphabetische Liste erstellen, kann aber auch nach thematischen Gesichtspunkten, Kapiteln (nur bei großen Arbeiten) oder Wichtigkeit ordnen.
Internetadressen müssen ebenfalls korrekt angegeben werden, es empfiehlt sich, insbesondere, wenn ein Referat auf Diskette uä abgespeichert wird, den Internettext als Anhang zu speichern, da er durch eine Veränderung möglicherweise nach einer bestimmten Zeit nicht mehr zur Verfügung steht.
PS: es gibt Programme, mit denen man digitalen Klau herausfinden kann z.B. eve, ist auf den Lehrerrechner installiert
Christel Röhling
Stuttgart-Bad Cannstatt