Wir sind Kulturschule!

Am Johannes-Kepler-Gymnasium ermöglichen wir unseren SchülerInnen seit vielen Jahren ästhetisch-kulturelle Erfahrungen in vielen Bereichen des Schullebens. Die ganzheitliche Förderung und der Aufbau kreativ-schöpferischen Potenzials der SchülerInnen durch Musik, Theater, Kunst und Kultur im Unterricht und im Ergänzungsbereich (AGs und außerunterrichtliche Veranstaltungen) liegen uns besonders am Herzen.

Wir freuen uns daher sehr über die nun erfolgte Aufnahme in das Landesprogramm „Kulturschule Baden-Württemberg“, einer Kooperation des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg mit der Stiftung Mercator und der Karl Schlecht Stiftung. Neben einer finanziellen Förderung für Kulturprojekte hat das JKG nun auch die Möglichkeit, am Erfahrungsaustausch und der gemeinsamen Entwicklung von Ideen im Netzwerk der "Kulturschulen" Baden-Württembergs mitzuwirken."

In dieser Woche konnte unser Schulleiter OStD Christian Klemmer die von Kultusministerin Theresa Schopper unterzeichnete Urkunde entgegennehmen.

Wir hoffen, dass die Pandemielage demnächst wieder kulturelle Aktivitäten ohne Einschränkungen zulässt. Die Vorbereitungen dafür laufen und die beteiligten SchülerInnen sind mit großem Engagement und Freude dabei.

Zum Tode des früheren Abteilungsleiters Thomas Nieter


Mit großer Trauer und Bestürzung hat die Schulgemeinschaft auf die Nachricht reagiert, dass der langjährige Abteilungsleiter des Johannes-Kepler-Gymnasiums, Herr StD Thomas Nieter, am 12. April verstorben ist. Die Trauerfeier fand am vergangenen Freitag, 6. Mai 2022, in der Kirche St. Barbara in Hofen statt.

Nachruf auf Thomas Nieter

Wann immer wir in den letzten Tagen jemandem die so überaus traurige Nachricht von Thomas Nieters Tod mitteilen mussten, waren die Reaktionen ähnlich:

  • „Wie traurig, er war doch immer so lebensfroh!“
  • „Er war immer so herzlich und seinen Schülerinnen und Schülern zugewandt.“
  • „Seine humorvollen Alltagstipps, z.B. wie man im Schulhaus bis in den Musiksaal gelangt, ohne aus der Puste zu kommen, werde ich nie vergessen.“
  • „Hoffentlich konnte er einigermaßen schmerzfrei gehen und feiert schon die erste Party, wo auch immer er jetzt ist.“

Immer konnte man den strahlenden Thomas so wie auf dem obigen Foto vor sich sehen. All das war Thomas und noch vieles mehr, was man manchmal nicht gleich auf Anhieb erkennen konnte.

Er hat gerne gelacht und sein Lachen mit jeder Faser seines Körpers war ansteckend und mitreißend. Auch über sich selbst konnte er gut lachen und er hat sich selbst dabei nicht zu ernst genommen. Wer seinen Auftritt als David Hasselhoff beim Keplerabend mit allem, was dazu gehört, erleben durfte, konnte sich davon eindrucksvoll überzeugen.

Andere hat er dagegen sehr ernst genommen. Das konnte man daran merken, wie aufmerksam er zuhören konnte. Und er hat sich die Dinge gemerkt. So konnte es durchaus passieren, dass man plötzlich aus dem Urlaub eine Nachricht bekam, weil ihm etwas über den Weg gelaufen war, worüber man sich vor Monaten einmal mit ihm unterhalten hatte.

Zurück in die Schule: Theaterpädagogischer Workshop zum Thema „Wahrnehmung und Reflexion“

Ein Tag - zwei Perspektiven
„Wir haben bei diesem Workshop gemeinsam als Klasse verschiedene Spiele gespielt. Dabei haben wir gelernt, in stressigen Situationen ruhig zu bleiben und auf uns zu achten.
Beim ersten Spiel haben wir im gesamten Raum so viele Stühle verteilt, dass ein Stuhl frei blieb. Eine Person musste nun versuchen, zu diesem Stuhl zu kommen. Diese Person durfte dabei aber nur einen Fuß direkt vor den anderen setzen, sodass sie nur sehr langsam vorankam. Die anderen SpielerInnen saßen auf den Stühlen und mussten - ohne miteinander zu sprechen - verhindern, dass die Person ohne Stuhl den freien Stuhl besetzen konnte. Dabei war es den Spielern zwar erlaubt, normal schnell zu gehen, aber sie durften nicht mehr direkt auf ihren alten Stuhl zurück. Gelingen konnte dies der großen Gruppe nur, indem nur einer von den Sitzenden aufstand und nicht viele gleichzeitig durch ihr Aufstehen mehrere Stühle freimachten. Denn dann konnte der eine Spieler ja leichter einen freien Stuhl ergattern. Das Spiel erforderte Aufmerksamkeit für die anderen und die Spielsituation sowie Geduld.
Bei einem anderen Spiel standen wir alle im Kreis und mussten die Augen schließen. Dann ist Jan, der Leiter des Workshops, um uns herumgelaufen. Dabei konnte er eine Person oder mehrere Personen antippen. Wir sollten dann raten, welche MitschülerInnen Jan angetippt hatte. In der ersten Runde hatte er niemanden angetippt und in der zweiten alle. Auch hier war Aufmerksamkeit und Gespür für die anderen gefordert. Zudem haben wir in diesem Spiel gelernt, unsere MitschülerInnen nicht direkt für Situationen zu verurteilen, wenn wir uns unsicher über deren Ursache sind, z.B. weil jemand so wirkte, als ob Jan ihn angetippt habe.
Der Workshop war sehr kreativ und hat uns viel Spaß gemacht.“
Emil Dabel
Schüler der 6a
„Eine bewusste Wahrnehmung des eigenen Umfelds und das ständige Reflektieren der eigenen Gemütslage fällt nicht nur in den täglichen Arbeitsalltag als BühnendarstellerIn, sondern kann auch der Schlüssel zu einem ausgeglichenen Leben sein.
Im Rahmen meines Abschlusses der Ausbildung zum Schauspieler und Theaterpädagogen durfte ich an meine alte „Wirkungsstätte“, das Johannes-Kepler-Gymnasium, zurückkehren, um mit den SchülerInnen der Klassenstufe 6 einen spielerischen Workshop durchzuführen, bei dem Wahrnehmung und Reflexion im Mittelpunkt stehen sollten. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass unter den geltenden Voraussetzungen eine solche Zusammenarbeit zustande gekommen ist und die SchülerInnen dieses Angebot so dankend angenommen haben.
Die SchülerInnen wurden sehr gefordert, denn für einen solchen Exkurs braucht es enorm viel Konzentration, die nicht immer abrufbar ist. Minutiös galt es unter anderen die Klassenkameraden zu analysieren und beispielsweise minimale Veränderungen zu erkennen. Die anfänglichen Schwierigkeiten wurden schnell beiseitegelegt und so war es nach kurzer Zeit auch möglich, in voller Konzentration, um kurz nach 8 Uhr wohlgemerkt, ein Gefühl für den Raum, die MitschülerInnen und sich selbst zu entwickeln. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, den Heranwachsenden vor Augen zu führen, dass wir unbewusst oft gar nicht realisieren, was um uns herum passiert. So sehen wir zum Beispiel unsere KlassenkameradInnen mehrere Stunden am Tag und können nicht zwingend sagen, welche Klamotten sie trugen. Dieses Phänomen ist absolut alltäglich, da der Mensch in dieser schnellen und effizienten Zeit aufs „Funktionieren“ gedrillt wird. Wichtig ist es aber, diesen Leistungsgedanken in den richtigen Momenten zu entschleunigen und sich ganz bewusst Zeit für sich zu nehmen, in welcher Form auch immer. Es bleibt mir nichts anderes als Danke zu sagen. Ich freue mich auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen!“
Jan Sedlacek
ehemaliger Schüler des JKG; Schauspieler und Theaterpädagoge

Échange franco-allemand - Eine tolle, erlebnisreiche Woche in Ressins

Nach zweieinhalb Jahren pandemiebedingter Wartezeit konnten wir vom 02. Mai bis zum 09. Mai 2022 nun endlich unsere „Correspondants“ und unsere französische Partnerschule in Ressins/Nandax besuchen! Zunächst tauchten wir einige Tage in das dortige Internatsleben ein (inkl. Übernachten im großen „dortoir“ im Schloss, gemeinsame Mahlzeiten in der cantine, Besuch im Unterricht…) und konnten so bei zahlreichen Aktivitäten die beeindruckende Schule mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt sowie deren Umgebung kennenlernen.
Auf dem Programm standen u.a. eine Führung durch die schuleigenen Stallungen, die Bepflanzung eines Beets in den Farben der dt-frz. Flaggen, Ausflüge in die Kleinstadt Charlieu mit Fotorallye und Besichtigung der romanischen Abtei sowie nach Clermont-Ferrand ins Michelin-Museum. Wir konnten so bei vielfältigen gemeinsamen „activités“ (Billiard, „babyfoot“, Backen, VTT, Reiten, Badminton, Barbecue) unsere Corres näher kennenlernen.
Für das Wochenende ging es dann in die Familien. Waren bei der/dem einen oder anderen deutschen Schüler*in im Vorfeld noch Vorbehalte bzw. „gespannte Aufregung“ zu erkennen, wurden diese in der persönlichen Begegnung mit den Familien schnell zerstreut: Beim Wiedersehen am Montagmorgen vor der Abfahrt sah man in viele strahlende Gesichter, die begeistert vom herzlichen Empfang oder einem erlebnisreichen Tag in Lyon berichteten: „Alle waren so sympathisch, und ich werde mich für immer daran und allgemein an die ganze Woche erinnern! Merci beaucoup!“ schreibt eine Schülerin in ihrem Blogeintrag. Ein großes Dankeschön an alle für die tolle Erfahrung – und ein freudiges au revoir am Johannes-Kepler-Gymnasium im Herbst!

LehrerInnen lesen

Mit dem Ziel, SchülerInnen zum Lesen zu motivieren, wurde am Mittwoch, den 13. April, das Event
„LehrerInnen lesen“ organisiert. In der dritten und vierten Stunde wurden verschiedene Lektüren, die das Lehrkollegium selbst gerne gelesen hat, vorgestellt.
Die SchülerInnen durften zwei Werke auswählen und dann in den entsprechenden Räumen zusammen mit anderen SchülerInnen aller Stufen Vorträgen lauschen, über Inhalte diskutieren und philosophieren. Es wurden immer wieder einzelne Passagen vorgelesen und anschließend Hintergründe erklärt und besprochen.
Die Auswahl der Bücher ging von Bestsellern und Klassikern wie „Anne Frank“ und „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende bis hin zu Sachbüchern wie etwa Bas Kasts „Ernährungskompass“. Für jeden Büchergeschmack war etwas dabei. SchülerInnen, die gerne in bekannte und vertraute Welten eintauchen wie zum Beispiel die Stadt Stuttgart, konnten bei Werken wie „Immer diese Herzscheiße“ von Nana Rademacher gut mitreden. Andererseits gab es auch Lektüren für Science-Fiction-Fans wie „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams. Jede/ jeder kam auf seine Kosten.
Außerdem hat sich hierbei nicht nur das Deutschfachpersonal beteiligt, sondern alle LehrerInnen, die zu dieser Zeit Unterricht hatten und auch einige, die eigentlich frei hatten. Nachdem dieses Erlebnis die letzten beiden Jahre coronabedingt ausfallen musste, kam die Aktion in diesem Jahr bei sämtlichen SchülerInnen wieder gut an. Hoffen wir auf eine Wiederholung in den nächsten Jahren.
Johanna Eisenmann (Redakteurin der Schülerzeitung)

Neuer Snackautomat am JKG

Es gibt eine tolle Neuigkeit! Mit Herr Klemmers Unterstützung hat die Schülersprecherin Anastasia Fotiadou (J2) einen neuen Snackautomaten im Pausenraum (EG) organisiert. Dieser bietet neben den Snacks eine Vielzahl an Getränken an. Der Automat wird regelmäßig gefüllt und kann somit den Bedürfnissen zu jeder Zeit gerecht werden. Er ist ab sofort nutzbar um zu erfrischen und zu stärken.
Viel Spaß mit dem Automaten und frohes Snacken wünscht euch die SMV und Anastasia Fotiadou (J2).

Diercke Wissen - Der Geographie-Wettbewerb

Deutschlands größter Geographie-Wettbewerb fand am Donnerstag, 24.03.2022 am Johannes-Kepler-Gymnasium statt.
Fragen zu Ländern und Kontinenten brachten die Schüler zum Grübeln und stellten mit allgemeinen Geografie- sowie Kartenaufgaben ihr Wissen auf die Probe.
Bei den Junioren (Klasse 5/6) setzte sich Lasse Schumacher vor Louis Krebs (beide 6b) vor Lara Yalcin (5a) durch. Den undankbaren 4. Platz holte sich Felicia Helm (5a).
Bei den Klassen 7 – 10 hat Sven Grüttefien (9b) den Sieg auf Schulebene erlangt. Nachdem Sven den Klassensieg erreichte, konnte er sich danach als Sieger des Johannes-Kepler-Gymnasiums Stuttgart gegen seine Mitschüler durchsetzen. Den zweiten Platz belegte Mark Müller (8c) und auf dem 3. Platz landete Tiago Lourenço de Sousa (10a). Sven Grüttefien qualifizierte sich somit für den Landesentscheid Ende März in Baden-Württemberg. Leider konnte er beim Landesentscheid nicht dabei sein, um sich dort einen Platz für das große Finale von Diercke WISSEN am 10. Juni 2022 in Braunschweig zu sichern, in dem die besten Geografieschüler*innen Deutschlands gegeneinander antreten.
Ein herzliches Dankeschön gebührt Leonie Klein und Rajka Munz, die bei der Ausführung der Durchführung und der Auswertung der Fragebögen mithalfen.
Heidrun Melchior

Der Blog "Cannstatter Frauengeschichten" berichtet

Anneliese Braun und Hermine Fuchs in der Quarta 1924 aus: Das Johannes-Kepler-Gymnasium Bad Cannstatt. Festschrift im Jubiläumsjahr 1987, Stuttgart 1987, S. 47Der Blog "Cannstatter Frauengeschichten" hat in seinem neuestem Blogeintrag über die ersten Mädchen am Johannes-Kepler-Gymnasium berichtet. 

Der Hintergrund ist, dass das JKG zwar bereits im Mittelalter als Lateinschule gegründet wurde – allerdings nur für Jungen. Über Jahrhunderte blieb die Schule den Jungen vorbehalten. Aber 1904 schrieb das JKG dann als Königlich Württembergisches Gymnasium in Cannstatt Geschichte, als dort die ersten jungen Frauen Württembergs ihr Abitur – extern – ablegen durften. 1923 wurden die Mädchen dann offiziell in der Schule zugelassen, aber nur bis 1937, als den Mädchen unter den Nationalsozialisten wiederum die Höhere Bildung verwehrt wurde. Erst seit 1966 sind Mädchen am Johannes-Kepler-Gymnasium wieder zugelassen. Zum Blog.

Bild: Anneliese Braun und Hermine Fuchs in der Quarta 1924 aus: Das Johannes-Kepler-Gymnasium Bad Cannstatt. Festschrift im Jubiläumsjahr 1987, Stuttgart 1987, S. 47

Ein Baum fürs JKG

Ab sofort schlägt das JKG auch in Mecklenburg-Vorpommern Wurzeln: Ein Baum im Landesforst ist ab sofort dem Johannes-Kepler-Gymnasium gewidmet!
Einen Baum assoziieren die meisten von uns mit Haltung und Standfestigkeit – auch in stürmischen Zeiten. Diese Eigenschaften erkannte eine Familie wohl auch in unserem Kollegium und unserer Schulleitung wieder und spendete uns aus Dankbarkeit einen Baum.
Diese Geste hat uns sehr berührt. Wir fühlen uns geehrt durch diese Spende mit solch einer Symbolkraft und fühlen uns bestärkt, auf diesem Weg weiterzugehen. Vielen Dank!